BikeTrial Europacup Scheibenberg

© Infil Trator, Flickr

Am 25. September 2010 fand in der kleinen Stadt Scheibenberg im Erzgebirge der dritte Lauf zum BikeTrial Europacup statt.

Schön matschig war´s in Scheibenberg

Dass Bike Trial eine Fahrradsportart ist, die nichts mit langweiligem Fahren auf öden Straßen zu tun hat, das wissen wir spätestens seit dem Danny MacAskill sein berühmtes Video online gestellt hat. Doch auch hier gibt es wieder feine Unterschiede. Während die einen es auf freier Wildbahn tun, einfach just for Fun, messen sich die anderen bei Wettbewerben, wie dem BikeTrial Europacup.

Bei Wettbewerben gelten Regeln und die müssen eingehalten werden. Dabei ist es wichtig, das Rad in jeder Situation komplett unter Kontrolle zu haben. Ohne Körperbeherrschung, Balance, Mut, Ausdauer, Kraft und Konzentration läuft in dieser Sportart gar nichts. In den Wettkämpfen müssen die abenteuerlichsten Hindernisse überquert werden, ob durch Bäche, über Felsen und Baumstämme springen, schlammige Abgründe hinunter rasen oder auf Schotterwegen beinahe senkrecht in der Höhe stehen – für einen echten Trialer gilt die Devise: „Nichts ist unmöglich“.

Wenn das Ganze Outdoor stattfindet, werden Sektionen abgeteilt, die jeder Fahrer fehlerfrei, beim BikeTrial ohne jeglichen Bodenkontakt mit den Füßen oder Händen, durchqueren muss. In Hallen (Indoor) werden Parcours gebildet.

Gefahren wird auf zwei verschiedenen Rädern, entweder auf dem kleinen Trialbike mit ca. 20 Zoll Raddurchmesser oder auf dem großen Mountain-Trialbike, bei dem das Rad einen Durchmesser von etwa 26 Zoll hat.

Am 25. September 2010 fand in der kleinen Stadt Scheibenberg im Erzgebirge der dritte Lauf zum BikeTrial Europacup statt. 73 Teilnehmer, aus 11 verschiedenen Nationen, gingen an den Start, um sich bei diesem spannenden – und durchaus nicht immer sauberen – Turnier zu messen. Das Scheibenberger Gelände ist bekannt für seine feuchten Bodenverhältnisse, doch bei dieser Veranstaltung übertraf sich die Strecke selbst – an Nässe, Schlamm und Rutschigkeit. Nur wenige Teilnehmer schafften eine fehlerfreie Runde, was die Spannung und den Spaß an dem Turnier keinesfalls verringerte.

16 Sektionen mit verschiedenen – teils auch ungeplanten, dem Wetter zu verdankenden – Hindernissen galt es zu durchlaufen, was streckenweise ein Ding der Unmöglichkeit war. Am besten mit Matsch und Nässe umgehen konnten die Osteuropäer, die sich unterm Strich die meisten Podiumsplätze ergatterten. In der Senior Klasse schafften es die Deutschen Thomas Helbig und Sebastian Hopfe aufs Treppchen und belegten den 2. und 3. Platz. Bei den Junioren lag der erst 16jährige Raphael Pils vorne und konnte sich als einziger Deutscher über einen 1. Platz freuen. Mit diesem Rennen ging die Bike Trial Saison 2010 zu Ende und die Teilnehmer freuen sich bereits auf den Europacup 2011.

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