Steve Peat

© dh Reno, Flickr

Steve Peat – englischer Trialbiker aus Leidenschaft – hält den Weltmeister Titel im Downhill-Biken 2009.

Steve Peat – ein bisschen crazy schadet nicht

„Guten Tag Herr Doktor“, könnte man den Trial Profi Steve Peat ohne weiteres anreden. Denn immerhin wurde ihm von der Hallam Univeritsy in Sheffield im Jahr 2008 der Ehrendoktortitel verliehen. Zum einen für seine großartigen, sportlichen Leistungen und zum anderen für sein Engagement bei lokalen Wohltätigkeits-Aktionen.

Doch wenn man ihn so sieht, dann ist er mehr der durch geknallte Typ von nebenan, der eben super gut auf seinem Bike ist und dafür auch mehrfach ausgezeichnet wurde. Er erinnert, mit seinen 34 Jahren, an einen eher 19 jährigen Freak, Graffittiwände und eine Portion jungenhaftem Charme. 1974 erblickte er in Chapeltown, South Yorkshire (England) das Licht der Welt und freute sich auf die Dinge, welche da auf ihn zukommen sollten.

Früh übt sich

Bereits mit drei Jahren stieg er zum ersten Mal auf ein Rad, um damit zu beginnen, was er heute kann. Seine beiden älteren Brüder waren dabei für ihn die größten Vorbilder. Mit ihnen zusammen machte er die Gegenden unsicher und lernte viel. Er fuhr mit Mountainbikes und startete nach dem Abschluss der Highschool seine Teilnahme an Rennen. Einmal Blut geleckt, sollte das die Passion von „Peaty“ werden, der laut eigenen Angaben, 14 Steine wiegt und sich am liebsten von Fish and Chips sowie Stella Artois ernährt.

Mit 19 Jahren stieg er professionell in das Bike-Business ein. Mit verschiedenen Teams, denen Steve angehörte, führ er sagenhafte Erfolge. Den UCI Downhill-Weltcup gewann er dreimal. Neben 17 Weltcup-Siegen, etlichen Meister-Titeln und Silbermedaillen, ist sein größter Erfolg noch relativ frisch: 2009 konnte er den Weltmeister Titel im Downhill-Biken sein eigenen nennen. Downhill bezeichnet eine Disziplin, bei der ausschließlich bergab gefahren wird und das möglichst schnell. Dabei ist das alles andere alles einfach, denn das Gelände ist rutschig, uneben und noch dazu mit vielen, gemeinen Hindernissen gespickt, so dass hier enorme Konzentration gefragt ist. Doch darin ist Steve Spitze und es kann ihm keiner so schnell das Wasser reichen. Ein so aktiver Kerl, ruht sich natürlich nicht aus. Er arbeitet an seiner eigenen Akademie für Jugendliche, die das Biken lernen wollen und engagiert sich vorbildlich für kranke Kinder.

Und wer Steve mal besuchen will, der klopft ganz einfach an die knallrote Holztür in Sheffield und sagt mal Hallo. Vielleicht sind dann auch gerade seine Frau und die beiden Söhne da.

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